Wer braucht die Private Arbeitsvermittlung?

AJ denkt JoomlaDiese Frage, so banal Sie zu sein scheint, haben sich viele der Privaten Arbeitsvermittler (PAV) am Markt scheinbar noch nicht selbst gestellt. Wie sonst lässt sich erklären, dass die PAV mittlerweile nur noch eine Kopie der Staatlichen Arbeitsvermittlung (SAV) ist?

Konkurrenz belebt das Gewerbe!

Diesen Grundsatz hatte der Gesetzgeber sicherlich im Auge, als er das staatliche Monopol für die Arbeitsvermittlung aufhob und die PAV in das Sozialgesetzbuch III hineinschrieb.

Unter dem Eindruck einer immensen Arbeitslosigkeit bestand die Notwendigkeit, mit allen Möglichkeiten an deren Reduzierung zu arbeiten.

Die Konjunkturentwicklung und der demokratische Wandel sorgten dafür, dass sich die Arbeitslosigkeit drastisch reduzierte - die Mitarbeiter in der Gesamtbetrachtung, also Arbeitsagentur + Jobcenter, spiegeln dieses Ergebnis aber nicht wider.

Relatives Überangebot an Vermittlern (SAV+PAV)

Die Verpflichtung, sich frühzeitig arbeitsuchend melden zu müssen bringt den Vermittlern der SAV den entscheidenden Zeitvorteil. Bevor ein Anspruch auf einen AVGS überhaupt besteht - der Private Arbeitsvermittler also aufgesucht werden könnte - ist die Vermittlung sozusagen schon "gelaufen".

Im Bereich SGB II wird sehr zögerlich mit dem Instrument AVGS umgegegangen - nur wer mit eigenen Kräften nicht vermittelt werden kann, bekommt einen AVGS. Die PAV bekommt also demzufolge nur die "3. Wahl".

Hätte ein staatlicher Monopolist im Bereich der Strom- oder Telefonnetze eine ähnliche Machtposition, die Bundesnetzagentur hätte schon lange eingegriffen und dieses Ungleichgewicht aufgeweicht.

Staatliche Vermittlung kostet etwa das 4-fache einer privaten Vermittlung

Der Konkurrenzgedanke hat einen Vorteil, was die Kosten betrifft: Eine Vermittlung der SAV wird mit 8.500 - 9.500 € angegeben, bei der PAV würde für die Vermittlung nur 2.000 - 2.500 € eingesetzt - und die auch erst dann, wenn der nachhaltige Vermittlungserfolg eingetreten ist.

Bei Ausschreibungen wäre ein so immenser "Preisunterschied" ein absolutes No-Go - der Anbieter der staatlichen Leistung hätte keinerlei Aussicht, den Auftrag zu erhalten.

Der Gesetzgeber, der die Konkurrenz wohl wünschte, hat eine Teilmenge Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das wiederum von der Bundesagentur für Arbeit (BA) beraten wird.

Diese Konstellation verhindert es geradezu, dass die Politik allzuviel Einfluss in die Personaldisposition der BA bekommt - die anfangs mit der Auflösung des Vermittlungsmonopols verknüpfte Hoffnung, dass der gesamte Vermittlungsbereich in die kosteneffizientere PAV übergeht, darf wohl getrost vergessen werden.

Spezialisierung zur Sicherung des eigenen Geschäftsbetriebes

Nur wer sich spezialisiert, hat eine realistische Chance, auch in Zukunft noch ehrliche Geschäft machen zu können. Diese Spezialisierung kann zum Einen branchenspezifisch, muss aber in jedem Fall auch klientenorientiert sein.

Wer SGB II-Kunden für sich und die Aufnahme eines Jobs gewinnen will, muss voll umfänglich den Rechtskreis SGB II verstanden haben und mit den gegebenen Instrumenten umgehen können.

Und genau da werden wir für Sie tätig.

Adalbert Jablonski
Project Coordinator

 

   
© JayCON.de 2015