ajopenbc"Als Hartz-IV-Empfänger hätte ich mehr Geld zum Leben als jetzt!"

Diesen resignierenden Satz hören wir immer wieder - aber trotzdem gilt:  

Unwahrheit wird durch häufiges Wiederholen nicht automatisch zu Wahrheit

Handelt es sich hier um einen kollektiven Irrtum, ist gesteuerte Fehlinformation oder einfach nur mangelnde Information die Ursache? - Hier kann nur spekuliert werden.

Fakt ist allerdings, dass aktive Arbeitnehmer für sich das Attribut "Hartz-IV-Empfänger" ganz weit weg sehen - von daher gibt es auch nicht wirklich einen Grund, sich über dieses Thema zu informieren. Wüssten die, dass eine Arbeitslosigkeit von einem Jahr schon ausreichen kann, künftig mit Hartz IV zurechtkommen zu müssen, vielleicht würde sich dann einiges ändern.

Wer arbeitet, hat immer mehr als der Nichtarbeitende

Wer diesen Satz nicht auf Anhieb versteht, sollte (bitte hier klicken) das Thema Absetzbeträge § 11 b SGB II durchlesen.

Wer 1.200 € brutto verdient, hat nach Anrechnung ein um 300 € höheres verfügbares Gesamteinkommen als der vergleichbare "pure" Hartz-IV-Empfänger, der nicht arbeitet.

Und diese 300 € ermöglichen beispielsweise häufig, eine von den Jobcentern als nicht angemessene Wohnung beibehalten zu können - auch das kann doch ein erstrebenswertes Lebensziel sein.

Von den Jobcentern unabhängig zu sein ist ein besonders erstrebenswertes Ziel.

Das unterstreichen wir - vorausgesetzt, Sie haben die Möglichkeit, Fähigkeit bzw. die gesundheitliche Grundlage dafür. Aber das ist wiederum der Stoff für eine andere Geschichte.

Adalbert Jablonski
Project Coordinator

 

   
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