Was wäre wenn ...?

AJ denkt JoomlaDiese Frage lässt sich mit Excel besonders gut durchspielen, deshalb haben wir uns bei dem GBSim-Modul entschieden, Excel als Grundlage zu nehmen.

Wollen Sie z. B. wissen, wie hoch das Bruttogehalt sein muss, um ein ganz bestimmtes Nettogehalt zu bekommen, so geht das ganz einfach. Die Voraussetzung bei Excel, damit dies funktioniert, ist, dass die Rechenschritte zueinander in Abhängigkeit stehen und Sie dort eine Veränderung vornehmen, wo Sie auch tatsächlich Werte eingeben können.

In der Mathematik wird dieses Vorgehen Iteration genannt.

Genau genommen basiert dies auf dem Prinzip Versuch und Irrtum: Excel setzt einen beliebigen Wert in die Zelle Bruttogehalt und prüft dann, ob das gewünschte Nettogehalt erzielt ist. Wenn nicht, verändert Excel den Wert durch Hinzugeben oder Wegnehmen und nähert sich so dem Ziel, bis es erreicht ist. Normale Berechnungen lösen etwa 20 bis 50 Versuche aus - dann ist das Ziel erreicht.

Die Vorgehensweise bei GBSim - bitte unbedingt einhalten!

  1. Sie gehen in das Feld, in dem die Veränderung gemacht werden soll - in unserem Beispiel also in der Tabelle Gehalt 1 in die Zelle für das Bruttogehalt.
  2. Sie rufen die Zielwertsuche auf, es öffnet sich ein kleines Formular mit dem Namen Zielwertsuche
  3. Der Cursor - die Schreibmarke - steht in dem ersten Feld mit dem Namen Zielzelle. Da Sie das Nettogehalt verändern wollen, klicken Sie nun an die Stelle, in der das Nettogehalt erscheint. In dem Formular steht jetzt als Adresse: $D$57 (in der Excel-Sprache: 4. Spalte senkrecht, 57. Zeile waagerecht)
  4. Tippen Sie die Tabulatortaste und Ihr Cursor springt in das Formularfeld Zielwert. Hier geben Sie den von Ihnen gewünschten Wert ein, z. 1111, wenn Sie genau dieses Nettogehalt suchen.
  5. Tippen Sie erneut die Tabulatortaste und Ihr Cursor springt in das Formularfeld veränderbare Zelle - also die Zell, die sich so lange ändern soll, bis Sie beim Nettogehalt das Ergebnis 1.111 € erreicht haben.
  6. Dann klicken Sie OK. Excel versucht nun ständig neue Zahlen einzusetzen und landet dann - je nach Geschwindigkeit des Computers - in ca.3 - 5 Sekunden bei einem Betrag von brutto 1.530,99 € - klicken Sie auf OK, wird der Betrag übernommen.

Muss wirklich 1.530,99 € herauskommen?

Nicht wirklich. Das hängt von den gewünschten Parametern ab.

Westdeutschland und Single = 1.530,99 €

Saarland und Single = 1.535,55 € - weil Arbeitnehmer im Saarland bzw. Bremen an die Arbeits- (Arbeitnehmer-) Kammer einen eigenen Beitrag vom Arbeitgeber direkt abgeführt bekommen und somit mehr Bruttogehalt benötigen.

Sachsen und Single = 1.546,99 €, weil die Arbeitnehmer hier eine höhere Abgabe an die Pflegeversicherung leisten müssen, um die Arbeitgeber zu entlasten.

Weitere - wenn auch nur marginale Änderungen sind z. B. 0,25 % Zuschlag in der Pflegeversicherung für Kinderlose ab 23 Jahren oder die Veränderung der Steuer nach Eheschließung und der jeweiligen Steuerklasse.

So benötigt der Sachse als Alleinverdiener (automatisch die Steuerklasse III) ein Bruttogehalt von 1.409,48 €, sollte seine Frau deutlich mehr verdienen als er und dieser deshalb die Steuerklasse V haben, benötigt er ein Bruttogehalt von 2.036,99 €.

Wo finde ich den "Was-wäre-wenn-Befehl"?

  1. Sie klicken auf den Reiter Daten
  2. Sie klicken auf den Button Was-wäre-wenn-Analyse
  3. dort wählen Sie die Zielwertsuche.

Geht das auch schneller?

Ja, aber davor müssen Sie einmalig eine Vorbereitung treffen:

Bei Office 2012 wählen Sie dazu folgende Menüs aus: 

  1. Sie klicken auf den Reiter Datei
  2. Sie klicken auf Optionen
  3. Sie klicken auf Symbolleiste für den Schnellzugriff
  4. Sie wählen im mittleren Bereich Alle Befehle
  5. Sie scrollen fast bis zum Ende der alphabetisch sortierten Liste zu dem Begriff Zielwertsuche
  6. Sie klicken auf Hinzufügen
  7. Jetzt haben Sie die Zielwertsuche immer in Reichweite.

Noch Fragen - rufen Sie mich an.

Adalbert Jablonski
Project Coordinator

 

 

 

   
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